Unmut bei Berufsfeuerwehr Hildesheim / Stärkere Unterstützung durch Freiwillige Wehren?

Die Hildesheimer Allgemeine Zeitung schreibt am 30.12.2012:

“Hildesheim (cwo) – Bei der Hildesheimer Berufsfeuerwehr gibt es Unmut über die Stadt. Um rückwirkend Geld für Überstunden zu bekommen, wollen die Retter ihren Arbeitgeber jetzt sogar verklagen. Der Kommune drohen Zahlungen in Millionenhöhe. Zusätzlichen Ärger bringt ein Testlauf, bei dem Hildesheims freiwillige Retter ihre hauptamtlichen Kollegen stärker unterstützen sollen. Der Personalrat spricht von „Sparen auf Kosten der Sicherheit“, Dezernentin Antje Kuhne von „Stimmungsmache“.

Die Kämmerin hat Probleme und einige “offene Fragen” eingeräumt, die derzeit das Klima belasten. Sie sollen aber im neuen Jahr geklärt werden. Die Stadt sieht die Musterklage der Feuerwehr als nötig an, man werde sich an die Entscheidung des Gerichts halten.”

Interessant dürfte dies besonders für die Freiwilligen Feuerwehren im Stadtgebiet Hildesheim werden.

In der Druckausgabe vom 31.12.2012 steht ergänzend: 

“Weiterer Stein des Anstoßes sind Überlegungen der Stadt, die freiwilligen Retter häufiger zu Bränden ausrücken zu lassen. Tatsächlich hat die Stadt eine Projektgruppe eingerichtet, um einen sogenannten Brandschutzbedarfsplan aufzustellen. Dabei geht es auch um die Frage, inwiefern die ehrenamtlichen Retter
die hauptamtlichen ergänzen können. Zurzeit läuft Kuhne zufolge eine einjährige Testphase, und schon jetzt lasse sich sagen, dass die Freiwilligen während der Woche nicht die nötigen Einsatzstärken erreichen. Was das Wochenende angehe, stehe ein Ergebnis des Probebetriebs aber noch aus. Dem Klima zwischen haupt- und ehrenamtlichen Rettern habe das Projekt geschadet, heißt es bei der Berufsfeuerwehr.
Der Personalrat vermutet in diesem Zusammenhang gar, dass „Sparen vor Sicherheit“ gehe und warnt davor, dass es aufgrund des unterschiedlichen Ausbildungsstands zu erheblichen Differenzen zwischen Beamten und Freiwilligen kommen könne. „Stimmungsmache“, nennt Kuhne das: „Und ich bin es ehrlich gesagt auch leid.“ Beim Brandschutzbedarfsplan gehe es nicht vorrangig um Einsparungen. Die Frage sei, was Hildesheim an Feuerwehr habe und wie viel man sich künftig leisten wolle. Dazu werde geklärt, in wie viel Prozent der Fälle die Retter in welcher Einsatzstärke wie schnell zur Stelle seien. „Die Feuerwehr ist dabei immer die Berufsfeuerwehr und die Freiwillige Feuerwehr – ich lasse beide Komponenten nicht auseinander dividieren.“
Der Stadt gehe es nun darum, die Wogen zu glätten, gerade weil sie die Arbeit der Feuerwehrleute für extrem wichtig halte.”

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